
Innsbruck ab Seefeld: ein Tagesausflug mit der Bahn
Eine halbe Stunde Zugfahrt über den Seefelder Sattel, und man steht in der Altstadt von Innsbruck. Warum die Anreise selbst schon der halbe Ausflug ist – und was sich an einem Tag ausgeht.
Innsbruck ist von Seefeld aus keine Tagesreise, sondern ein Ausflug. Die S-Bahn-Linie S6 fährt stündlich, die Fahrt dauert gut eine halbe Stunde, und der Bahnhof liegt in Seefeld mitten im Ort – von der Post Seefeld sind es wenige Gehminuten.
Der eigentliche Grund, die Bahn zu nehmen und nicht das Auto, ist aber die Strecke selbst.
Die Mittenwaldbahn
Die Bahnstrecke zwischen Innsbruck und Garmisch-Partenkirchen, auch Karwendelbahn genannt, gehört zu den spektakulärsten Bergbahnen Europas: 16 Tunnel, 18 Brücken und Viadukte, und zwischen Innsbruck und Seefeld eine Steigung über den Zirler Berg hinauf auf den 1.185 Meter hohen Seefelder Sattel.
Setzen Sie sich bergwärts auf der rechten Seite. Der Blick ins Inntal ist der Grund, warum Fotografen diese Strecke fahren, ohne auszusteigen.
Was sich an einem Tag ausgeht
Altstadt und Goldenes Dachl. Vom Hauptbahnhof zu Fuß in einer Viertelstunde. Das Goldene Dachl von 1500 ist das Wahrzeichen der Stadt, die Gassen ringsum sind mittelalterlich eng und gut zu Fuß zu erkunden.
Nordkettenbahn. Von der Innenstadt mit der Hungerburgbahn hinauf, dann mit zwei Seilbahnen weiter bis auf über 2.200 Meter. Man steht innerhalb einer halben Stunde vom Stadtzentrum im Hochgebirge – dieser Kontrast ist in Europa selten.
Bergisel. Die Sprungschanze über der Stadt, gebaut von Zaha Hadid, mit Panoramarestaurant und einem Blick über das gesamte Inntal.
Hofburg, Hofkirche und Ambras. Für Regentage. In der Hofkirche steht das Grabmal Kaiser Maximilians mit den 28 überlebensgroßen Bronzefiguren, im Schloss Ambras die Kunst- und Wunderkammer.
Realistisch sind zwei dieser vier Punkte an einem Tag, nicht vier. Wer alles abhaken will, hat am Abend Innsbruck gesehen und nichts erlebt.
Wann sich der Ausflug besonders lohnt
Im Advent, wegen der Christkindlmärkte – der Markt in der Altstadt unter dem Goldenen Dachl ist der bekannteste, der auf der Hungerburg der ruhigste. Und an Regentagen, wenn auf dem Plateau ohnehin nichts geht.
Praktisches
Fahrpläne der S6 finden Sie unter oebb.at. Tickets lösen Sie am Automaten im Bahnhof Seefeld oder in der App. Die PlateauCard gilt für die Regionsbusse und die Bahn zwischen Seefeld und Scharnitz – die Fahrt nach Innsbruck ist davon nicht abgedeckt.
Mit dem Auto sind es etwa 30 Minuten über den Zirler Berg. Die Straße ist gut ausgebaut, für Gespanne und schwere Fahrzeuge gilt bergab jedoch ein Fahrverbot; die Umleitung führt über Telfs.
Gut zu wissen
Der letzte Zug zurück fährt am frühen Abend nicht mehr stündlich. Ein Blick auf die Rückfahrt, bevor Sie das dritte Getränk in der Altstadt bestellen, hat schon manchem Gast ein Taxi erspart.
Wir richten Ihnen gern ein spätes Abendessen her, wenn Sie mit dem Abendzug zurückkommen – sagen Sie einfach an der Rezeption Bescheid. Was Ihr Aufenthalt sonst noch enthält, steht bei den Inklusivleistungen.
Dieser Beitrag ist Teil unseres Seefeld Guide mit allen Tipps für Ihren Aufenthalt auf dem Hochplateau.
Geschrieben von
Post Seefeld
Das Team der Post Seefeld – Hotel und Spa am Dorfplatz. Wir leben hier, wandern hier, laufen hier Ski und schreiben auf, was wir unseren Gästen ohnehin jeden Tag an der Rezeption erzählen.