Zum Hauptinhalt springen
Leutascher Geisterklamm: Stege über der Schlucht
Region Seefeld

Leutascher Geisterklamm: Stege über der Schlucht

Post Seefeld
21. August 2026
5 Min. Lesezeit

800 Meter Steg direkt über dem Wasser, drei Wege in unterschiedlichen Längen und Eintritt nur für einen kurzen Abschnitt: Die Leutascher Geisterklamm ist 15 Minuten von Seefeld entfernt und der zuverlässigste Familienausflug der Region.

Fünfzehn Autominuten von Seefeld, an der Grenze zwischen Tirol und Bayern, hat sich die Leutascher Ache eine Schlucht in den Fels geschnitten. Über dieser Schlucht hängen Stege und Brücken, und weil das für Kinder nach Abenteuer aussieht und für Erwachsene nach Naturschauspiel, ist die Geisterklamm der Ausflug, den wir am häufigsten empfehlen.

Sie funktioniert bei jedem Wetter, sie kostet fast nichts, und sie lässt sich in drei Längen gehen.

Die drei Wege

Klammgeistweg, 3.000 Meter. Der Hauptweg, davon rund 800 Meter auf Stegen direkt über dem Wasser. Er führt von Tiroler Seite in die Klamm und auf bayerischer Seite wieder heraus. Unterwegs stehen Tafeln mit der Geschichte des Klammgeists – gedacht für Kinder, gelesen von allen.

Koboldpfad, 1.900 Meter. Die kürzere Variante, gut mit dem Klammgeistweg zu einer Runde kombinierbar. Stationen zum Anfassen und Ausprobieren machen ihn zum eigentlichen Kinderweg.

Wasserfallsteig, 500 Meter. Der kürzeste und spektakulärste Abschnitt, ein Stichweg zum Wasserfall hinein und auf demselben Weg zurück.

Dazu kommen die Panoramabrücke und die Höllbrücke, beide frei begehbar und beide mit dem Blick, für den man eigentlich gekommen ist.

Was es kostet

Klammgeistweg, Koboldpfad, Höllbrücke und Panoramabrücke sind frei zugänglich – von allen Seiten, ohne Kasse. Nur für den Wasserfallsteig wird ein kleiner Eintritt verlangt: 4 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder.

Das ist eine ungewöhnliche Konstruktion, und sie führt regelmäßig zu Missverständnissen. Man kann die Klamm vollständig kostenlos gehen und nur den 500-Meter-Abstecher bezahlen.

Wann sie geöffnet ist

Klammgeistweg und Koboldpfad sind täglich von Mai bis Ende Oktober geöffnet, der Wasserfallsteig täglich mit Zugang bis 18 Uhr. Im Winter sind die Stege gesperrt – Eis auf Metallgittern ist keine gute Idee.

Praktisches

Für die volle Runde sollten Sie zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen. Feste Schuhe sind Pflicht, die Stege sind bei Nässe rutschig. Kinderwagen kommen auf den Stegen nicht durch; eine Kraxe ist die bessere Lösung.

Parkplätze gibt es auf Tiroler wie auf bayerischer Seite. Mit der PlateauCard fahren Sie stattdessen kostenlos mit dem Bus – die Regionsbusse verkehren bis Mittenwald, also über die Klamm hinaus.

Gut zu wissen

Die Klamm ist im Juli und August zur Mittagszeit gut besucht. Wer um neun Uhr startet, geht auf weiten Teilen allein.

Danach lohnt sich der Rest des Leutascher Tals: das Gaistal mit seinen Almen, im Winter die Rodelbahn am Katzenkopf. Und wenn Sie ohnehin schon planen, was Sie sonst noch an einem Tag erreichen: Die Ausflugsziele rund um Seefeld haben wir gesammelt.


Dieser Beitrag ist Teil unseres Seefeld Guide mit allen Tipps für Ihren Aufenthalt auf dem Hochplateau.

Geschrieben von

Post Seefeld

Das Team der Post Seefeld – Hotel und Spa am Dorfplatz. Wir leben hier, wandern hier, laufen hier Ski und schreiben auf, was wir unseren Gästen ohnehin jeden Tag an der Rezeption erzählen.